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Den Eremiten-Modus annehmen: Teil I

Es ist schon eine Weile her, seit ich das letzte Mal etwas gepostet habe. In der Tat ist ein ganzes Jahr vergangen. Hier ist, was seitdem passiert ist.

Es haben enorme Veränderungen stattgefunden. Weitere Heilung und Transformation ist geschehen. Ich bin nicht mehr dieselbe Person, die ich vor einem Jahr war. Es ist schon komisch. Man denkt, dass man auf seiner persönlichen Wachstumsreise schon recht weit fortgeschritten ist und plötzlich gibt es diesen riesigen Sprung in eine noch höhere Bewusstseinsebene, die man nicht für möglich gehalten hat. Wie ist das passiert?

Ich ging in den Eremiten-Modus. Wenn ich in einem anderen Jahrhundert gelebt hätte, wäre ich in ein Kloster gegangen oder hätte mich in eine Höhle zurückgezogen. Nun, hier war ich also, die Zurückgezogenheit zu Hause, in meinem eigenen Raum, genießend und annehmend. Es muss für meine Familie und Freunde seltsam gewesen sein, das mitzuerleben. Es war das Richtige. Ich konnte es im Innersten meines Wesens spüren.

Zurückgezogenheit hilft uns zu heilen. Besonders in diesen Zeiten, in denen so viel Angst im kollektiven Bewusstsein existiert und wenn man obendrein ein Empath und/oder ein hochsensibler Mensch ist.

“Als Empath, Intuitiver und/oder Heiler schnappst du ständig viel mehr energetische Datenpunkte auf als die meisten Menschen. Außerdem hast du eine heilende Aura, die ständig Energie für alle um dich herum umwandelt und dabei deine eigene Lebensenergie auszehrt.”

Anna Wood

Menschen fühlen sich von Natur aus zu dir hingezogen, weil sie deine heilenden Fähigkeiten wahrnehmen, ob sie sich dessen bewusst sind oder nicht. Dein Körper und deine Intuition werden dich wissen lassen, wann du zu viel gibst und wann es an der Zeit ist, klare Grenzen zu setzen. Du kannst Grenzen setzen, indem du deine Energie zurückziehst, mehr Distanz schaffst und deine Wahrheit sprichst, mit Liebe.

Während des letzten Jahres musste ich mehr Energie für mich selbst aufsparen (ich beziehe mich hier auf meine eigene Energie, nicht auf die Energie, die ich als Reiki-Praktizierende kanalisiere), um Energie für die Heilung von Kindheitswunden, von Traumata aus früheren Leben und von Ahnenmustern zu haben.

Hier ist ein genauerer Blick auf die Dinge, die sich in meinem täglichen Leben im letzten Jahr verändert haben. Vielleicht hast du etwas Ähnliches erlebt. Und wenn nicht, wirst du vielleicht inspiriert, auch ab und zu die Zurückgezogenheit zu suchen:

Den Eremiten-Modus annehmen

Und kein schlechtes Gewissen dabei haben!

Amüsanter Fakt: im Human Design habe ich das 2/4-Profil, das als “beeinflussender Eremit” bezeichnet wird und das jemanden beschreibt, der bei einer Balance gedeiht aus Zeit allein UND sozialer Aktivität in einem Kreis von Menschen, die seine Einzigartigkeit wirklich sehen und schätzen. Ja, das bin so was von ich, beide Seiten müssen anerkannt und wertgeschätzt werden.

Auch wenn du dieses Profil nicht hast, denke ich, dass das Sich-Zurückziehen von Zeit zu Zeit bahnbrechend für dich sein kann, denn dann bist es nur du und deine eigene Energie, was dir erlaubt, dich wieder aufzuladen, in deine Mitte zu kommen, nach innen zu gehen und auf deine innere Führung zu hören.

Sich mehr der inneren Arbeit verpflichten

Selbstheilung erfordert Verantwortung, Entschlossenheit, Disziplin und Mut, wieder und wieder. Schattenarbeit zu praktizieren und danach zu streben, die beste Version von sich selbst zu verkörpern, ist eine tägliche Aufgabe, die Anstrengung und Leidenschaft gleichermaßen erfordert.

Was tue ich zusätzlich zu all meinen spirituellen Praktiken wie Meditation, Reiki, Yoga usw.?

Ich beobachte mich selbst während des Tages, ich reflektiere, was in Bezug auf einschränkende Glaubenssätze, Denkmuster und unbewusste Verhaltensweisen hochkommt (ich reflektiere, aber ich versuche nicht alles zu überanalysieren), ich nehme einen neuen Seinszustand an (d.h. wie ich handeln, denken und fühlen möchte), & schließlich fühle ich all meine Emotionen, die im jeweiligen Moment aufkommen, ohne zu urteilen oder sich dran festzuklammern, und lasse sie einfach durch mich hindurchfließen, um so steckengebliebene Energie freizusetzen, alte Wunden und Traumata aus meiner Kindheit, von meinen Vorfahren und aus früheren Leben aufzulösen, und um dann an einen Ort zurückzukehren, an dem ich Dankbarkeit, Freude und Liebe für mein Dasein empfinden kann.

Früher aufstehen als vorher

Wenn mir jemand vor ein paar Jahren gesagt hätte, dass ich aus eigenem Antrieb gegen 5 Uhr morgens aufstehen werde, auch am Wochenende, dann hätte ich geantwortet: „Warum in aller Welt sollte ich das tun? Ich liebe mein gemütliches Bett.” Irgendwie fällt es mir jetzt leicht. Vielleicht, weil ich weiß, dass meine schöne Morgenroutine auf mich wartet.

Eine intensivere Morgenroutine haben

Ich fühlte mich berufen, eine längere und intensivere Morgenroutine als zuvor zu praktizieren.

Ich beginne mit einer geführten Meditation von Dr. Joe Dispenza (an mindestens 5 Tagen in der Woche), gefolgt von einem energetischen Reinigungs- & Schutzritual, einem Morgengebet, um den Tag mit einem dankbaren Herzen zu beginnen, einem Gespräch mit meinen Schutzengeln und anderen Geistführern, und ich beende es mit einer Tasse heißem, Reiki aufgeladenem Wasser, während ich eine Lektion von „Ein Kurs in Wundern” lese & praktiziere.

Nach all diesen Schritten genieße ich eine Tasse Kaffee, einen Reiki gesegneten natürlich, während ich erhebende Musik höre. Erst danach checke ich meine Nachrichten, Emails usw.

Ja, das klingt nach einer langen Morgenroutine. Daher das frühere Aufstehen 🙂

Meinen Körper wertschätzen

Ich nehme meinen Körper nicht als selbstverständlich hin. Meine ewige Seele möchte dieses menschliche Gefäß hegen und pflegen. Deshalb ehre ich meinen Körper als den lebendigen Tempel, der er ist.

Ich nähre meinen Körper mit mehr hochschwingenden Energien, wie hochschwingenden Lebensmitteln, kristall- oder Reiki-geladenem Wasser, hochschwingenden Gedanken und erhöhten Emotionen, erhebender Musik, Reiki-Selbstbehandlungen, und ich entferne niedrigschwingende Dinge aus meinem Leben, d.h. weniger Zucker, weniger Kaffee, kein Alkohol, keine Nachrichten und kein Fernsehen, aber trotzdem ab und zu Netflix 🙂

Genauer hinhören, was mein Körper wirklich braucht, um sich genährt zu fühlen

Ich setze auf intuitives Essen, d.h. ich höre in mich hinein: Welche Art von Gemüse, Obst, Brot, Nüssen, Samen, Tee etc. braucht mein Körper in diesem Moment? Mein Körper wird es mich wissen lassen.

Verkörperungspraktiken fast täglich integrieren

In der Welt, in der wir leben, ist es leicht, den Kontakt zu sich selbst zu verlieren. Die Rückkehr zum Körper und zum Atem ist so heilsam, weil es die Einheit von Körper, Geist und Seele fördert und uns in den gegenwärtigen Moment zurückbringt.

Meine Praktiken sind: Atemarbeit, Achtsamkeitspraxis, Vinyasa Flow oder Yin Yoga, Schüttelmeditation, bewusstes Tanzen oder Qi Gong. Meine Yogamatte ist mein Zufluchtsort. Ich habe so viele reinigende Tränen vergossen. Wow, ich bin voller Bewunderung für mich selbst und dem Mut und der Entschlossenheit, mit der ich für mich selbst tagtäglich erschienen bin (ich sage dies nicht aus dem Ego-Verstand heraus). Ich bin disziplinierter als je zuvor. Aber du solltest wissen, dass ich innerhalb dieser täglichen Bewegungsroutinen intuitiv handle, d.h. welche Art von Bewegung ich in diesem Moment praktizieren möchte.

Mir erlauben, mich auszuruhen, wenn es nötig ist

Ich höre auf die Signale meines Körpers, wenn es an der Zeit für Entschleunigung ist. Wenn ich die energetische Reinigung auf körperlicher Ebene spüre, gebe ich meinem Körper Zeit, diese niedrig schwingenden Energien freisetzen zu können. Ruhetage sind genauso wichtig wie Bewegung.

Mehr lesen, lesen, und ja, lesen

Ich tauchte tiefer in die Themen Quantenphysik, Epigenetik, Neurowissenschaften, Archetypen des göttlich Weiblichen, Human Design und Astrologie ein. Ich möchte weiter lernen. Es gibt so vieles, was ich noch nicht weiß, aber das ist eigentlich schön, weil es eine Einladung ist, meinen Horizont zu erweitern, immer wieder aufs Neue.

Eine geerdete Spiritualität verkörpern

Dies bedeutet, ein Bindeglied zwischen Himmel und Erde zu sein, indem man ein Gleichgewicht zwischen der Verbindung mit dem Göttlichen UND der Mutter Erde erreicht. Das mache ich durch regelmäßige Erdung. Ich berühre mit meinen nackten Füßen die Erde und sitze, stehe oder gehe achtsam. Ich liebe meine Verabredungen mit dem Göttlichen, aber ich möchte auch in meinem wunderbaren Körper präsent sein.

Mehr im Einklang mit der Natur und den natürlichen Zyklen sein

Ich habe angefangen, Vollmond- und Neumondrituale zu praktizieren, Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen zu feiern und die Wilde Frau in mir zu entfesseln. Sogar mein Menstruationszyklus begann sich an die Mondphasen anzupassen 🙂

Eine Abendroutine haben

Abends lasse ich den Tag mit einer Meditation ausklingen, höre entspannende Musik oder sitze in Stille. Ich habe jetzt eine „kein Bildschirm eine Stunde vor dem Schlafengehen”-Regel.

Früher ins Bett gehen

Ich habe angefangen, vor 22 Uhr ins Bett zu gehen. Eigentlich ist es eher ein Nebeneffekt des früheren Aufstehens, aber es fühlt sich richtig gut an 🙂

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Ja, das scheint eine Menge zu sein. Aber es war einfach etwas, das ganz natürlich zu mir kam. Ich habe mich nicht dazu gezwungen, all diese Morgen- und Abendroutinen, Verkörperungspraktiken und anderen Rituale zu machen. Dieses Gefühl der Entschlossenheit und Beharrlichkeit kam aus meinem Inneren, als ob dies genau der richtige Weg für mich wäre, wie ich in diesem Moment leben sollte. Ich bin nur dieser leisen inneren Stimme gefolgt.

Als Lichtarbeiter ist das eigentlich mein Job. Es ist meine Aufgabe, täglich an meinem Licht zu arbeiten. Ich verwende das Wort „Arbeiten“ nicht im Sinne von harter Arbeit, weil, wie ich schon sagte, es sich eher wie ein natürlicher Zustand des Seins und Lebens anfühlt.

Bleib dran für Teil II, in dem ich erzähle, welche Veränderungen ich in meinem Wesen erfahren habe, nachdem ich den Einsiedlermodus angenommen und mich auf die Vertiefung meines Selbstheilungsprozesses konzentriert habe.

Ines Kirste

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